14 kW Wärmepumpe: Kosten für große Häuser und Altbauten
Die 14-kW-WP ist für große Altbauten nötig. Was kostet sie – und lohnt sich zuerst eine Sanierung?
Von Sönke Wessels · Redaktion · veröffentlicht am 10. November 2025
14 kW Wärmepumpe: Kosten für große Häuser und Altbauten
Wer ein großes, unsaniertes Haus hat, braucht eine leistungsstarke WP. Die 14-kW-Variante ist für Heizlasten von 12–16 kW ausgelegt. Aber lohnt sich das?
Wann wird eine 14-kW-WP benötigt?
- Altbau (vor 1978), 200+ m², unsaniert
- Heizlast-Berechnung ergibt 12–16 kW bei –12 °C
- Vorlauftemperatur ≥ 55 °C (alte Heizkörper)
Investitionskosten
| Position | Kosten |
|---|---|
| Luft-Wasser-WP 14 kW | 13.000–18.000 € |
| Pufferspeicher 500 L | 1.200–1.600 € |
| Warmwasserspeicher 300 L | 900–1.200 € |
| Installation + Hydraulik | 6.000–9.000 € |
| Elektroanschluss (3-phasig) | 1.500–2.000 € |
| Gesamt | 22.600–31.800 € |
Rechenwert: 27.000 €
BEG-Förderung
- Förderfähige Kosten: 27.000 € (Grenze EFH: 30.000 €)
- Grundförderung 30 %: 8.100 €
- Klimabonus (Ölheizung) 20 %: 5.400 €
- Gesamt: 13.500 €
- Netto: 13.500 €
Betriebskosten – das Problem mit dem Altbau
Unsanierter Altbau: 30.000 kWh Heizbedarf/Jahr, Vorlauf 65 °C, JAZ nur 2,3
- Strom: 30.000 / 2,3 = 13.043 kWh/Jahr
- Kosten: 13.043 × 0,28 = 3.652 €/Jahr
- Wartung: 320 €/Jahr
- Gesamt: 3.972 €/Jahr
Alternative: Erst sanieren, dann WP
Nach Dachdämmung + Kellerdecke + neue Fenster: Heizbedarf sinkt auf 18.000 kWh, JAZ steigt auf 3,0:
- Dann reicht eine 8-kW-WP
- Strom: 18.000 / 3,0 × 0,28 = 1.680 €/Jahr
- Differenz: 3.972 – 1.680 = 2.292 €/Jahr weniger
Kosten-Nutzen der Sanierung vor WP
| Maßnahme | Kosten | Jährl. Ersparnis | Amortisation |
|---|---|---|---|
| Dachdämmung | 8.000 € | 800 €/Jahr | 10 Jahre |
| Kellerdeckendämmung | 2.000 € | 300 €/Jahr | 6,7 Jahre |
| 3-fach Verglasung | 10.000 € | 500 €/Jahr | 20 Jahre |
Fazit
14-kW-WP im unsanierten Altbau: Betriebskosten sind hoch, JAZ niedrig. Empfehlung: Zuerst günstige Dämmmaßnahmen (Dach, Keller), dann WP-Installation mit kleinerer Einheit. Das spart langfristig tausende Euro.