Jährlichen Heizbedarf berechnen: kWh pro m² erklärt

Der jährliche Heizwärmebedarf (HWB) ist die Grundlage jeder WP-Berechnung. Hier lernen Sie, wie Sie ihn ermitteln.

Was ist der Heizwärmebedarf?

Der HWB gibt an, wie viel Energie ein Gebäude pro Jahr für Raumwärme braucht. Einheit: kWh/m²a (Kilowattstunden pro Quadratmeter und Jahr).

Kennwerte nach Gebäudetyp

GebäudetypkWh/m²a150 m² Haus
Unsanierter Altbau (vor 1978)200–30030.000–45.000 kWh
Altbau teilsaniert (1978–2000)120–18018.000–27.000 kWh
Saniertes Haus60–1009.000–15.000 kWh
Neubau EnEV 201640–706.000–10.500 kWh
KfW 55 Effizienzhaus35–555.250–8.250 kWh
Passivhaus≤ 15≤ 2.250 kWh

Formel zur Berechnung

Grobe Formel: HWB gesamt = Wohnfläche × spezifischer HWB

Präzisere Methode nach DIN EN 12831:

  1. Wärmeverluste durch Gebäudehülle berechnen (U-Werte × Flächen)
  2. Lüftungswärmeverluste addieren
  3. Solare und interne Gewinne abziehen

Praktische Ermittlung

Einfacher: Blick in die Heizkostenabrechnung oder den Energieausweis:

Rechenbeispiel

Haus 160 m², Baujahr 1995, teilsaniert. Gasrechnung: 2.200 m³/Jahr.

  1. Heizwert Erdgas: 10 kWh/m³
  2. Energiebedarf: 2.200 × 10 = 22.000 kWh/Jahr
  3. Davon ca. 85 % für Heizung: 18.700 kWh/Jahr
  4. Pro m²: 18.700 / 160 = 117 kWh/m²a

Warmwasser nicht vergessen

Der Warmwasserbedarf kommt obendrauf: ca. 1.000–2.000 kWh/Person/Jahr. Bei 3 Personen: 3.000–6.000 kWh/Jahr zusätzlich.

Fazit

Kennen Sie Ihren Heizbedarf, können Sie die WP-Leistung korrekt dimensionieren und die Jahresstromkosten präzise berechnen. Starten Sie mit der Heizkostenabrechnung der letzten 3 Jahre.

WP-Kostenrechner

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Wärmepumpen-Kostenrechner für Bestandsgebäude

Der Rechner kalkuliert das Investitionsvolumen für den Tausch einer alten Gas- oder Öl-Heizung gegen eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Eingaben: Wohnfläche, Baujahr, bisheriger Energieverbrauch in kWh oder Liter Heizöl, vorhandener Heizkörpertyp und vorhandener Schornstein-/Tankanschluss, der entfernt werden muss. Ausgaben: Geräte-Investition, Installation, Demontage Altanlage, Pufferspeicher, hydraulischer Abgleich und Inbetriebnahme.

Förderung KfW 458 in Zahlen

Maximale Förderfähigkeit 30.000 € Investition für das erste Wohngebäude. Grundförderung 30 % plus Klimageschwindigkeitsbonus 20 % (bis 2028) plus Einkommensbonus 30 % bei zu versteuerndem Haushaltseinkommen bis 40.000 € im Jahr. Maximal 70 % – also bis zu 21.000 € Zuschuss. Der Rechner ermittelt Ihren Anspruch aus den Eingaben.

Beispielrechnung

Reihenhaus Baujahr 1992, 140 m², bisher 18.000 kWh Erdgas: Investition gesamt 32.500 €, davon förderfähig 30.000 €. Mit Grundförderung plus Klimabonus (50 %) ergibt sich ein Zuschuss von 15.000 € und ein Eigenanteil von 17.500 €. Stromkosten mit JAZ 3,5 und Wärmepumpentarif 26 ct: rund 1.040 € pro Jahr, gegenüber 1.980 € bisher Erdgas.

Was der Rechner bewusst weglässt

Wir verzichten auf hypothetische CO2-Bonus-Zuschüsse aus Bundesländern, die noch nicht beschlossen sind, und auf werblich überhöhte JAZ-Werte aus Herstellerprospekten. Auch die Restwertannahme der Altanlage bleibt konservativ bei 0 €; ein evtl. Verkauf eines noch funktionstüchtigen Gaskessels ist als Bonus zu rechnen. Stand 2026. Betreiber: Sönke Wessels, Science Works UG.