Strompreise steigen: Wie verändert das die WP-Wirtschaftlichkeit?
Strom wird teurer – was bedeutet das für Wärmepumpenbesitzer? Mit Zahlen und Szenarien.
Von Sönke Wessels · Redaktion · veröffentlicht am 30. November 2025
Strompreise steigen: Wie verändert das die WP-Wirtschaftlichkeit?
Steigende Strompreise sind ein legitimes Gegenargument für die Wärmepumpe. Aber wie stark wirken sie sich wirklich aus?
Ausgangsszenario
WP mit 5.000 kWh/Jahr Verbrauch. Basis: 0,28 €/kWh.
Kostenentwicklung bei Strompreissteigerung
| Strompreis | Jahreskosten WP | Mehrkosten vs. Basis |
|---|---|---|
| 0,24 €/kWh | 1.200 € | –200 € |
| 0,28 €/kWh (Basis) | 1.400 € | 0 € |
| 0,32 €/kWh | 1.600 € | +200 € |
| 0,36 €/kWh | 1.800 € | +400 € |
| 0,40 €/kWh | 2.000 € | +600 € |
Gleichzeitig steigen auch Gaspreise
Der entscheidende Vergleich ist nicht absolut, sondern relativ. Wenn Gas ebenfalls teurer wird, bleibt die WP konkurrenzfähig.
| Szenario | WP-Kosten | Gas-Kosten | WP-Vorteil |
|---|---|---|---|
| Strom +20%, Gas stabil | 1.680 € | 1.850 € | +170 € |
| Strom +20%, Gas +20% | 1.680 € | 2.220 € | +540 € |
| Strom +30%, Gas +40% | 1.820 € | 2.590 € | +770 € |
Gegenmaßnahmen bei steigendem Strom
- PV-Anlage: Eigenverbrauch reduziert bezogenen Strom um 30–50 %
- Wärmepumpentarif: Oft 15–20 % günstiger als Normaltarif
- Smart-Grid-Tarif: Stündliche Preise nutzen (z.B. Tibber)
- JAZ verbessern: Weniger Strom für dieselbe Wärme
Breakpoint: Wann wird WP unwirtschaftlich?
Bei Strom 0,40 €/kWh und Gas 0,09 €/kWh (stabil) nähern sich die Betriebskosten an. Mit PV bleibt die WP aber deutlich günstiger.
Fazit
Steigende Strompreise schwächen die WP-Wirtschaftlichkeit. Aber steigende Gaspreise (CO2-Abgabe, Importpreise) wirken als Gegengewicht. Mit PV ist die WP auch bei höheren Strompreisen die günstigere Option.