Wärmepumpe richtig dimensionieren: Die kW-Formel erklärt

Eine falsch dimensionierte WP kostet Geld – zu groß taktet sie zu oft, zu klein friert das Haus. Die richtige Größe berechnen Sie so.

Grundformel

Heizlast (kW) = Wohnfläche (m²) × spezifischer Wärmeverlust (W/m²) / 1.000

Spezifischer Wärmeverlust nach Gebäudetyp

GebäudetypW/m²Erklärung
Unsanierter Altbau (vor 1978)100–160 W/m²Schlechte Dämmung
Altbau teilsaniert60–100 W/m²Teildämmung vorhanden
Saniertes Haus40–60 W/m²Gute Hülle
Neubau EnEV 201625–40 W/m²Sehr gute Dämmung
KfW 55 / Passivhaus10–25 W/m²Exzellente Hülle

Rechenbeispiele

HausFlächeW/m²HeizlastWP-Empfehlung
Altbau unsaniert200 m²120 W/m²24 kW2× 12 kW oder 1× 14 kW + Backup
Altbau teilsaniert160 m²80 W/m²12,8 kW12–14 kW
Saniertes EFH150 m²50 W/m²7,5 kW8 kW
KfW 55 Neubau140 m²30 W/m²4,2 kW5 kW

Wichtig: Überdimensionierung vermeiden

Eine überdimensionierte WP taktet häufig an/aus (Kurztakt). Folgen:

Empfehlung: WP-Leistung sollte ca. 80–100 % der Heizlast abdecken. Restbedarf bei Extremkälte: elektrischer Heizstab oder Kaminofen.

Normmethode nach DIN EN 12831

Für eine genaue Berechnung brauchen Sie einen Fachbetrieb. Die Norm berücksichtigt:

Fazit

Die Faustformel liefert eine erste Orientierung. Für die endgültige Dimensionierung: Heizlastberechnung nach DIN 12831 vom Fachbetrieb erstellen lassen. Kosten: 200–500 €. Gut investiertes Geld.

WP-Kostenrechner

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Wärmepumpen-Kostenrechner für Bestandsgebäude

Der Rechner kalkuliert das Investitionsvolumen für den Tausch einer alten Gas- oder Öl-Heizung gegen eine Luft-Wasser-Wärmepumpe. Eingaben: Wohnfläche, Baujahr, bisheriger Energieverbrauch in kWh oder Liter Heizöl, vorhandener Heizkörpertyp und vorhandener Schornstein-/Tankanschluss, der entfernt werden muss. Ausgaben: Geräte-Investition, Installation, Demontage Altanlage, Pufferspeicher, hydraulischer Abgleich und Inbetriebnahme.

Förderung KfW 458 in Zahlen

Maximale Förderfähigkeit 30.000 € Investition für das erste Wohngebäude. Grundförderung 30 % plus Klimageschwindigkeitsbonus 20 % (bis 2028) plus Einkommensbonus 30 % bei zu versteuerndem Haushaltseinkommen bis 40.000 € im Jahr. Maximal 70 % – also bis zu 21.000 € Zuschuss. Der Rechner ermittelt Ihren Anspruch aus den Eingaben.

Beispielrechnung

Reihenhaus Baujahr 1992, 140 m², bisher 18.000 kWh Erdgas: Investition gesamt 32.500 €, davon förderfähig 30.000 €. Mit Grundförderung plus Klimabonus (50 %) ergibt sich ein Zuschuss von 15.000 € und ein Eigenanteil von 17.500 €. Stromkosten mit JAZ 3,5 und Wärmepumpentarif 26 ct: rund 1.040 € pro Jahr, gegenüber 1.980 € bisher Erdgas.

Was der Rechner bewusst weglässt

Wir verzichten auf hypothetische CO2-Bonus-Zuschüsse aus Bundesländern, die noch nicht beschlossen sind, und auf werblich überhöhte JAZ-Werte aus Herstellerprospekten. Auch die Restwertannahme der Altanlage bleibt konservativ bei 0 €; ein evtl. Verkauf eines noch funktionstüchtigen Gaskessels ist als Bonus zu rechnen. Stand 2026. Betreiber: Sönke Wessels, Science Works UG.